Was ich von der BILD-Redaktion lernen kann!

Ich habe ein Faible für gute Texte. Sie zu lesen ist einfacher als sie zu schreiben….

Quasi in die Wiege gelegt ist mir das ABC des Journalismus von Claudia Mast (Studium Kommunikationswissenschaften), aber auch Wolf Schneider’s Deutsch für Profis hat mich im Mark getroffen. Als Executive Assistant bei T-Mobile & der Telekom ging es vor allem darum, was vom gesprochenen Wort am Ende in der Zeitung steht – ein kleines #Danke da an Stefan Wachtel für sein Schreiben fürs Hören 😉

Jetzt flog der Post „Die 10 BILD-Gebote für Deinen Text“ durch meine Timeline:

 

Ich möchte mir drei davon rausgreifen, an die ich mich auf diesem Blog besonders halten möchte:

 


 1) Schreibe, wie Du es einem Freund erzählen würdest

Narratives, einfaches Erzählen ist das, was wir in Schule und Studium systematisch verlernen. Wir eignen uns Fachtermini an, versuchen uns möglichst kompliziert auszudrücken, damit es möglichst eloquent klingt. Wolf Schneider ruft den „Kampf der Blähung“ aus und lässt sein „Gesetz der drei Sekunden“ so beginnen:

Es gibt drei Regeln, die ich mir gestellt habe: Das Zeitwort so früh wie möglich in den Satz zu ordnen, Wichtiges nie in Nebensätzen zu sagen, und am wenigsten aber Neues durch Attribute.

(Sandor Rosenfeld in seiner Autobiographie „Roda Rodas Roman“, zitiert in Wolf Schneider’s  Deutsch für Kenner, S.1 70)

Da klingt zwar kompliziert, bedeutet aber im Grunde: Schreibe, wie Du es einem Freund erzählen würdest… Stefan Wachtel’s Übersetzung dieses ‚Gesetzes‘:

Grundsätzlich gilt: Immer nah an den mündlichen Ausdruck!

°°Also los geht’s. Schnell mal noch ein paar Zeilen schreiben. Bist Du dabei?°°

 

2) Wähle Worte, die etwas erzählen

Ich schreibe während meines Studiums eine Seminar-Arbeit mit Sandra. Als wir fertig sind, lesen wir den Text gemeinsam und sind völlig unzufrieden. Er ist zersetzt von Substantivierungen, Neben- und Schachtelsätzen – eine durch und durch schwulstige Sprache. Nach einer langen Schreibnacht ist jeder Satz nochmals angefasst und mit einem knackigen Verb versehen, denn:

Schreibe Kino für die Leser

 

3) Fasse Dich kurz

°° Diese Maxime will ich jetzt mal lang und breit erläutern und deren Anwendung auf mein Schreiben implizit explizieren… 😉 °°


 

Extro: Kurt Tucholsky bringt es für mich auf den Punkt:

 Der Leser hat’s gut. Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen
(Kurt Tucholsky)

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen aussuchen meiner Texte!

Spricht gerne mit (Hilfe von) Computern, aber am liebsten mit Menschen ;-) | Leitet Social Media Business Programm bei der Telekom Deutschland

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